• Rucksack

    Im Februar veröffentlichte ich einen Blogpost über meine ehemalige Lehrerin Frau W., die ich zu diesem Zeitpunkt fast zwanzig Jahre nicht gesehen hatte. Einen Monat später saß ich in Frau W.‘s Wohnzimmer, um mit ihr ein Stückchen Kuchen zu essen und in Erinnerungen zu schwelgen. Das war ein wirklich schöner Tag und ich finde es faszinierend, wozu ein Text, der irgendwo im Internet steht, so führen kann. Ich nenne Frau W. im echten Leben übrigens gar nicht Frau W., da wir uns mittlerweile duzen.

    Heute musste ich an Frau Schmalschnabel denken, die natürlich nicht Frau Schmalschnabel heißt, die aber ebenfalls irgendwann einmal meine Lehrerin war.

    Ich erinnere mich daran, dass ich und eine Mitschülerin in irgendeinem Fach beide irgendein Heft nicht dabei hatten, was uns Frau Schmalschnabel offenbar aus irgendeinem Grund nicht glaubte. Deshalb sollten wir, während die ganze Klasse dabei zusah, nach vorne kommen, Heft für Heft, Ordner für Ordner und Buch für Buch aus unseren Rucksäcken holen und auf einem Tisch neben dem Pult ablegen. Hätten wir besagte Hefte tatsächlich dabei gehabt, hätten diese dabei zum Vorschein kommen müssen. Ich kann mich gut an die Spannung in der Luft und die unerträgliche Stille im Klassenraum erinnern – nur das Rausholen und Ablegen der Schulmaterialien machte Geräusche. Als unsere Rücksäcke schließlich leer waren, stand fest, dass wir die Hefte tatsächlich nicht dabei hatten. Wir durften unseren Kram wieder einpacken und uns auf unsere Plätze setzen. Das fühlte sich alles ziemlich demütigend an und ich vermute, dass es dabei eigentlich gar nicht um die vergessenen Hefte ging.

    Ich habe in meinem Leben einige Schulen besucht und viele Lehrkräfte kennengelernt. Sie alle haben etwas gemeinsam – sie verfügen über eine gewisse Macht. Viele Lehrende setzen diese Macht sinnvoll und im Interesse ihrer Schützlinge ein. Manche nicht.

    Von dem Vorfall mit den vergessenen Heften habe ich meinen Eltern damals nichts gesagt, vermutlich aus Scham. Und so war es auch mit vielen anderen Vorfällen, die ich auf verschiedenen Schulen hinter verschlossenen Türen diverser Schulzimmer erlebt habe. Vielleicht sind die Dinge heute anders, ich bin ja schon lange nicht mehr in der Schule, aber ganz so sehr hat sich das Schulsystem meines Wissens nach seit damals nicht weiterentwickelt – gerne lasse ich mich dahingehend eines Besseren belehren.

    Was ich sagen will: Macht kann schnell zum Problem werden, vor allem, wenn es um Kinder und Jugendliche geht. Eine Lösung habe ich nicht parat, dafür aber ein paar Anekdoten, die zumindest mich dazu veranlassen, junge Menschen grundsätzlich lieber einmal zu viel als zu wenig zu fragen, wie es so in der Schule läuft.

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  • Manga Uzumaki Spiral into Horror (gebundene Ausgabe)

    Eigentlich bin ich kein großer Fan von Mangas oder Animes (auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen), aber seit Kurzem habe ich wieder so eine Phase.

    Deshalb hat mir mein lieber Freund Marcel das Buch Uzumaki – Spiral into Horror von Junji Itō ausgeliehen. Ich bin ja bekanntermaßen ziemlich begeisterungsfähig und was soll ich sagen – ich bin absolut into it.

    Über 600 Seiten liebevoll gezeichneter, schonungsloser Horror aus Japan: eine Kleinstadt mit einem dunklen Geheimnis, eine bedrückende Atmosphäre, interessante und seltsame Charaktere und eine packende, echt schaurige Geschichte mit abgefahrenen Wendungen.

    Manga Uzumaki Deutsch

    Kann‘s gerade echt kaum aus der Hand legen und hab bereits nachgeschaut: Itō hat noch einige andere Werke veröffentlicht, auf die ich auch echt sehr gespannt bin. Der gute Herr hat auf jeden Fall seit vorgestern einen neuen Fan!

    Hab ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich mich auf die Zeit vor und um Halloween freue?

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  • Gesellschaftsspiel Horrified: Dungeons and Dragons

    Neulich haben ein paar gute Leute und ich eine Runde Horrified: Dungeons and Dragons von Ravensburger gespielt, ein kooperatives Gesellschaftsspiel, bei dem sowohl Würfelglück als auch eine gelungene Kommunikation entscheidend sind.

    In einem klassischen Szenario müssen die gespielten Charaktere Bewohnende einer mittelalterlichen Fantasy-Welt in Sicherheit bringen und sich ein paar fiesen Monstern stellen. Zwar wird hierbei keine herzergreifende Geschichte erzählt, dafür aber eine überraschende Spieltiefe geboten, denn jedes Monster bringt seine ganz eigenen Spielmechaniken mit, um besiegt zu werden. Durch die Auswahl verschiedener Monster pro Partie hat Horrified: Dungeons and Dragons außerdem einen hohen Wiederspielwert.

    Laut Hersteller ist das Spiel für Menschen im Alter von 10 bis 99 Jahren geeignet, sowohl allein als auch mit bis zu 5 Personen spielbar und in ca. 45 bis 60 Minuten durchgespielt. Trotz eifriger Vorbereitung einer unserer Spieler, haben wir mit fünf Personen dennoch (inkl. Aufbau, Erlernen des Regelwerks usw.) knapp zwei Stunden für eine Partie benötigt.

    Wie der Titel bereits verrät, lehnt sich das Spiel an Dungeons and Dragons an – im Vordergrund stehen ein zwanzigseitiger Würfel, Charaktere mit verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten und natürlich das Treffen diverser Entscheidungen. Dennoch fokussieren sich die abgespeckten D&D-Mechaniken in erster Linie auf den Kampf.

    Spieltisch: Horrified: Dungeons and Dragons
    Spieltisch: Horrified: Dungeons and Dragons

    Das Spiel ist wirklich schön gestaltet und das Spielmaterial wirkt hochwertig. Nicht so gut gefallen haben uns die eher unleserliche Schrift auf den Spielkarten und einige Unklarheiten im Regelwerk, die durch teilweise schwammige Formulieren verursacht wurden. Außerdem hat das Spiel zur Zeit einen doch recht stolzen Preis von etwa 45 €.

    Ansonsten hatten wir eine echt gute Zeit mit dem Spiel und haben uns bereits für eine zweite Runde verabredet. Wer Lust auf D&D-Mechaniken hat, aber lieber kurze und übersichtliche Partien spielt, die eher kampfbasiert sind, ist hiermit durchaus gut beraten.

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  • Artwork zu Playlist „Bisschen Melancholie“: Meer, grauer Himmel, ein einsamer Vogel

    Du findest diese Playlist auf Spotify.

    Diese Playlist höre ich gern, wenn‘s im Herzen mal ein bisschen regnet (wirkt außerdem zuverlässig gegen hartnäckige Partygäste):

    1. The Fray – How to Save a Life
    2. Bon Iver – Holocene
    3. Jimmy Eat World – Hear You Me
    4. Stone Sour – Bother
    5. sapientdream and Slushii – … Past Lives
    6. Kate Nash – Nicest Thing
    7. Staind – Outside
    8. Stone Sour – Through Glass
    9. Novo Amor – Birdcage
    10. Adrianne Lenker – anything
    11. Rise Against – Hero Of War
    12. Sum 41 – Pieces
    13. guccihighwaters – i‘m so sick of this
    14. Mayday Parade – Miserable At Best
    15. Architects – An Open Letter To Myself
    16. Slipknot – Vermilion, Pt. 2
    17. Goldroger – Horcrux
    18. flora cash – You‘re Somebody Else
    19. Lil Peep – crybaby
    20. LANDMVRKS – Paralyzed
    21. Sleeping At Last – … Touch
    22. Escape The Fate – The Day I Left The Womb
    23. Staind – It‘s Been Awhile
    24. blink-182 – Adam‘s Song
    25. Olivia Rodrigo – favorite crime
    26. Movements – Daylily
    27. Tom Odell – Another Love
    28. KXLLSWXTCH – WASTE
    29. Lewis Capaldi – Someone You Loved
    30. Phoebe Bridgers – Scott Street
    31. Nirvana – Something In The Way

    (Updates folgen)

    Hier findest du eine Übersicht all meiner Playlists.

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  • Lego früher und heute →
    Grafik-Chris von Radio Nukular schreibt über sein inneres Kind und die Bandbreite und Entwicklung von LEGO.

    Privat und öffentlich →
    Martin schreibt darüber, wie privat oder öffentlich ein persönlicher Blog ist und dass KI sich anfühlt, wie eine einzelne Person, obwohl sie eine neue Form der Öffentlichkeit ist.

    Project Shadowglass →
    Dominick John entwickelt ein Fantasy-RPG-Videospiel und setzt dabei auf wunderschöne 3D-Pixel-Art – ganz ohne KI.

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  • Wer viel im Internet unterwegs ist, weiß vermutlich, dass Websites in vielen Fällen mit einem RSS-Reader (wie z. B. Feedly) abonniert werden können, damit man immer benachrichtigt wird, wenn neue Inhalte von abonnierten Nachrichtenagenturen, Online-Magazinen oder Lieblingsblogs bereitgestellt werden.

    Feedly und andere RSS-Reader gleichen optisch häufig einer Art E-Mail-Postfach, in dem die Inhalte zunächst alle gleich aussehen – RSS-Reader übernehmen in der Regel keinerlei optische Gestaltung der jeweiligen Quellen, sondern passen sich den Wünschen der/des Lesenden an, ähnlich wie ein E-Book-Reader. Erst mit einem Klick auf den entsprechenden Button landet man auf der tatsächlichen Website.

    Bisher hat mein Feed nur einen Textauszug meiner Beiträge gezeigt und ich möchte ehrlich sein – ich hab mir da gar keine großen Gedanken drum gemacht, das war einfach die Standardeinstellung von WordPress. In letzter Zeit habe ich aber festgestellt, wie angenehm es ist, diverse Blogposts in einer Schriftart zu lesen, die mir persönlich gefällt, denn viele Blogs, die ich verfolge, ermöglichen es, den gesamten Blogpost direkt im RSS-Reader zu lesen, sodass man den Blog selbst theoretisch nur dann besuchen muss, wenn man die Kommentare lesen oder selbst einen Kommentar hinterlassen möchte. Was die optische Gestaltung von Blogs und Co. angeht, sind Geschmäcker nun mal unterschiedlich (und das ist auch gut so!), aber manchmal ist es einfach angenehmer, Texte in eigens ausgewählter Schriftart und -größe zu lesen.

    Da ich sowieso kein Geld für Klicks bekomme und mich grundsätzlich darüber freue, wenn irgendwer hier mitliest – in welcher Form auch immer – werden meine Inhalte ab sofort komplett im RSS-Feed angezeigt. Ich finde das fair und sinnvoll und es ist eigentlich total unsinnig, das bisher nicht ermöglicht zu haben.

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  • Schöner Garten im Juli

    1. Wenn ich mir zu viel vornehme, mache ich am Ende nichts davon.

    2. Der Name Saoirse wird ungefähr wie Sör-scha ausgesprochen.

    3. Ein einfaches Logo ist immer eine gute Wahl.

    4. Ausreichend Schlaf ist viel wichtiger, als ich mir oft einrede.

    5. Benedict Wells ist zu einem meiner liebsten deutschsprachigen Autoren geworden.

    6. Es ist besonders an heißen Sommertagen sehr wichtig, seine Balkonpflanzen täglich zu bewässern.

    7. Auch, wenn mir Sport wirklich keinen Spaß macht, ist er für die langfristige Gesundheit wohl oder übel unerlässlich.

    8. Es gibt viel mehr tolle Blogs im Internet, als mir bisher klar war.

    9. Aus irgendeinem Grund fühle ich mich im Lidl immer ziemlich wohl.

    10. Ein selbst zusammengestellter RSS-Feed ist für meine mentale Gesundheit wesentlich besser als Social Media.

    11. Dinge, die mir helfen, wenn es in meinem Kopf zu laut wird:
    – Deathcore hören
    – Lego-Set aufbauen

    12. Damit anzufangen, meine Ausgaben mit einer App zu tracken, war ein absoluter Gamechanger.

    13. Pinterest ist doch nicht so langweilig, wie ich bisher dachte.

    14. Wie wertvoll funktionierende Körperteile sind, wird mir immer erst dann bewusst, wenn eins plötzlich Probleme macht.

    15. Ich brauche es wohl nicht weiter versuchen – Marvel-Filme sind einfach nicht so mein Ding.

    16. Einen Grill ohne Anzündkamin anzuzünden, ist nicht so einfach, wie ich bisher angenommen hab.

    17. Vor allem an heißen Tagen und in einem Auto ohne Klimaanlage sind 200 km Autobahn angenehmer als 200 km Landstraße/Ortschaften.

    18. Wie gut eine Feier ist, hängt in erster Linie von den Gästen ab und wenn die Feier erst um 7 Uhr morgens endet, obwohl der Altersdurchschnitt mit einer 3 anfängt, waren die Gäste wirklich gut.

    19. Keine Freundschaft ist wie die andere.

    20. Playlists sind ziemlich cool.

    Dieses Format habe ich übrigens bei Astrid entdeckt, die es bei Ilka gesehen hat, die sich wiederum von Ines inspirieren lassen hat.

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