• Wer viel im Internet unterwegs ist, weiß vermutlich, dass Websites in vielen Fällen mit einem RSS-Reader (wie z. B. Feedly) abonniert werden können, damit man immer benachrichtigt wird, wenn neue Inhalte von abonnierten Nachrichtenagenturen, Online-Magazinen oder Lieblingsblogs bereitgestellt werden.

    Feedly und andere RSS-Reader gleichen optisch häufig einer Art E-Mail-Postfach, in dem die Inhalte zunächst alle gleich aussehen – RSS-Reader übernehmen in der Regel keinerlei optische Gestaltung der jeweiligen Quellen, sondern passen sich den Wünschen der/des Lesenden an, ähnlich wie ein E-Book-Reader. Erst mit einem Klick auf den entsprechenden Button landet man auf der tatsächlichen Website.

    Bisher hat mein Feed nur einen Textauszug meiner Beiträge gezeigt und ich möchte ehrlich sein – ich hab mir da gar keine großen Gedanken drum gemacht, das war einfach die Standardeinstellung von WordPress. In letzter Zeit habe ich aber festgestellt, wie angenehm es ist, diverse Blogposts in einer Schriftart zu lesen, die mir persönlich gefällt, denn viele Blogs, die ich verfolge, ermöglichen es, den gesamten Blogpost direkt im RSS-Reader zu lesen, sodass man den Blog selbst theoretisch nur dann besuchen muss, wenn man die Kommentare lesen oder selbst einen Kommentar hinterlassen möchte. Was die optische Gestaltung von Blogs und Co. angeht, sind Geschmäcker nun mal unterschiedlich (und das ist auch gut so!), aber manchmal ist es einfach angenehmer, Texte in eigens ausgewählter Schriftart und -größe zu lesen.

    Da ich sowieso kein Geld für Klicks bekomme und mich grundsätzlich darüber freue, wenn irgendwer hier mitliest – in welcher Form auch immer – werden meine Inhalte ab sofort komplett im RSS-Feed angezeigt. Ich finde das fair und sinnvoll und es ist eigentlich total unsinnig, das bisher nicht ermöglicht zu haben.

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  • Schöner Garten im Juli

    1. Wenn ich mir zu viel vornehme, mache ich am Ende nichts davon.

    2. Der Name Saoirse wird ungefähr wie Sör-scha ausgesprochen.

    3. Ein einfaches Logo ist immer eine gute Wahl.

    4. Ausreichend Schlaf ist viel wichtiger, als ich mir oft einrede.

    5. Benedict Wells ist zu einem meiner liebsten deutschsprachigen Autoren geworden.

    6. Es ist besonders an heißen Sommertagen sehr wichtig, seine Balkonpflanzen täglich zu bewässern.

    7. Auch, wenn mir Sport wirklich keinen Spaß macht, ist er für die langfristige Gesundheit wohl oder übel unerlässlich.

    8. Es gibt viel mehr tolle Blogs im Internet, als mir bisher klar war.

    9. Aus irgendeinem Grund fühle ich mich im Lidl immer ziemlich wohl.

    10. Ein selbst zusammengestellter RSS-Feed ist für meine mentale Gesundheit wesentlich besser als Social Media.

    11. Dinge, die mir helfen, wenn es in meinem Kopf zu laut wird:
    – Deathcore hören
    – Lego-Set aufbauen

    12. Damit anzufangen, meine Ausgaben mit einer App zu tracken, war ein absoluter Gamechanger.

    13. Pinterest ist doch nicht so langweilig, wie ich bisher dachte.

    14. Wie wertvoll funktionierende Körperteile sind, wird mir immer erst dann bewusst, wenn eins plötzlich Probleme macht.

    15. Ich brauche es wohl nicht weiter versuchen – Marvel-Filme sind einfach nicht so mein Ding.

    16. Einen Grill ohne Anzündkamin anzuzünden, ist nicht so einfach, wie ich bisher angenommen hab.

    17. Vor allem an heißen Tagen und in einem Auto ohne Klimaanlage sind 200 km Autobahn angenehmer als 200 km Landstraße/Ortschaften.

    18. Wie gut eine Feier ist, hängt in erster Linie von den Gästen ab und wenn die Feier erst um 7 Uhr morgens endet, obwohl der Altersdurchschnitt mit einer 3 anfängt, waren die Gäste wirklich gut.

    19. Keine Freundschaft ist wie die andere.

    20. Playlists sind ziemlich cool.

    Dieses Format habe ich übrigens bei Astrid entdeckt, die es bei Ilka gesehen hat, die sich wiederum von Ines inspirieren lassen hat.

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  • Ich habe sie zum ersten Mal bei Felix Schwenzel gesehen und mit der Zeit dann auch auf ganz vielen anderen Blogs entdeckt.

    Mir gefällt die Idee, deshalb gibt es hier ab sofort auch sogenannte Slashes, wo alle (relevanten) Unterseiten zu finden sind, die es auf diesem Blog so gibt – dort kann man ein bisschen stöbern und netten Quatsch entdecken.

    Momentan arbeite ich noch an ein paar Unterseiten, aber wir alle kennen ja das alte Sprichwort:

    Kommt Zeit, kommt Content.

    Lasst mich gerne wissen, wenn ihr Ideen für weitere Slashes habt!

    Nachtrag vom 29. Juli 2026: Ich habe die Slashes /faq, /leseliste, /playlists, /stats und /uses überarbeitet.

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  • YouTube-Video
    Video laden
    Mit dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

    Um direkt auf den Punkt zu kommen: Die Odyssee (2026) von Christopher Nolan gehört ohne Zweifel zu den intensivsten und beeindruckendsten Kinoerlebnissen, die ich jemals hatte.

    250 Millionen Dollar Budget, vollständiger Einsatz von IMAX-Kameras, eine absolut hochkarätige Besetzung – wir werden es niemals erfahren, aber ich glaube, Homer wäre mit dieser Interpretation einverstanden gewesen.

    Ich kenne die kritischen Stimmen bzgl. der Besetzung und weiß auch, aus welcher Ecke sie hauptsächlich kommen. Ich kann nichts davon unterschreiben und hatte definitiv eine richtig gute Zeit in meinem Kinositz.

    Numerische Bewertungssysteme finde ich eigentlich nicht so cool, aber in diesem Fall habe ich zufälligerweise 172 von 172 Minuten sehr genossen.

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  • Stardew Valley Farm von Dominik Holzer

    Ob es darum geht, eine Insel mit knuddeligen Charakteren zu kultivieren, die Tochter des Hasses zu bekämpfen oder den perfekten Bremspunkt auf einer kurvigen Rennstrecke zu treffen – man kann mich für die unterschiedlichsten Videospiel-Genres begeistern. Dabei habe ich über die Jahre vor allem eine große Liebe für Singleplayer-Spiele entwickelt.

    Zu meinen All-Time-Lieblingstiteln gehören u. a. The Witcher 3, Animal Crossing, Stronghold, The Elder Scrolls V: Skyrim, Octopath Traveler, Pokémon (1. und 2. Generation), Monster Hunter: World (und Wilds) und Luigi’s Mansion 3 – aber allen voran: Stardew Valley.

    Ein Spiel wie kein anderes

    Eric Barone aka ConcernedApe, der Stardew Valley nahezu im Alleingang entwickelt hat, hatte die Vision, ein besseres Harvest Moon zu erschaffen. Ich behaupte, dass ihm das gelungen ist – mittlerweile sind weltweit über 41 Millionen Kopien verkauft worden (Stand Januar 2025) und das völlig zu Recht.

    Das Spiel handelt davon, dass der eigens erstellte Charakter den alten (und sehr heruntergekommenen) Hof seines Großvaters erbt und daraufhin ein neues Leben als Landwirt beginnt. Dabei muss er sich nicht nur um seine Felder und Tiere kümmern – nach und nach lernt er das nahegelegene Dorf, die Bewohnenden und ihre Traditionen kennen, erkundet tiefe Höhlen, entdeckt neue Gebiete und lüftet eine Menge Geheimnisse. Mit der Zeit geht er Freundschaften und sogar Beziehungen ein, verbessert seine landwirtschaftlichen Fähigkeiten, Gerätschaften und Möglichkeiten und wird zu einem wichtigen Teil des Sternentautals.

    Charmante Pixel-Grafik

    Zu Weihnachten 1996 habe ich von meiner Familie meinen langersehnten Game Boy bekommen, zusammen mit dem Spiel Asterix. Was ich damals nicht geahnt habe: wie sehr sich die grafischen Möglichkeiten von Videospielen in den nächsten 30 Jahren weiterentwickeln – und wie sehr mich Spiele ansprechen würden, deren Optik noch immer SNES-Spielen aus den 90er-Jahren entsprechen.

    Barone hat Stardew Valley eine wunderbolle 16-Bit-Pixel-Art-Optik verliehen, die nicht nur detailreich und liebevoll, sondern auch komplett von Hand gemacht ist. Die Mischung aus dieser Atmosphäre und modernen Spielmechaniken, macht das Spiel zu dem, was ist: eine liebevolle Verneigung vor früheren Farming-Simulationen – nur dass Stardew Valley dabei mit der Zeit gegangen ist und einfach alles besser macht.

    Wem in Sachen Optik noch immer etwas fehlen sollte, dem stehen außerdem (zumindest in der PC-Version) etliche Grafik-Mods zur Verfügung.

    Die Musik

    Auch der Soundtrack ist ein wichtiger Teil des Spielerlebnisses: Barone hat insgesamt 70 Lieder zu verschiedenen Stimmungen, Orten und Jahreszeiten komponiert und produziert, jedes davon im Stil nostalgischer 8-Bit-Titel – von keiner anderen Spielmusik hatte ich jemals so viele Ohrwürmer.

    Unter dem Namen Symphony of Seasons ging Barones Musik sogar mit einem 35-köpfigen Orchester auf Welttour. Eines der Konzerte habe ich selbst am 6. Februar 2026 in Düsseldorf miterleben dürfen – eine wundervolle Veranstaltung, an die ich mich noch lange gerne erinnern werde.

    Multiplayer

    Besonders erwähnenswert ist auch der Multiplayer-Modus, mit dem ich und meine Partnerin sehr viele Stunden auf unserem gemeinsamen Hof verbracht haben (siehe Titelbild). Gemeinsam Stardew Valley zu spielen, ist überraschend unkompliziert und sowohl im Split-Screen-Modus als auch mit mehreren Geräten möglich.

    Wir machen es uns meistens mit zwei Nintendo Switch-Konsolen im Handheld-Modus auf dem Sofa gemütlich und teilen unsere Aufgaben auf: ich kümmere mich hauptsächlich um die Felder und das Aussehen des Hofes, während sie in erster Linie die Tiere versorgt und die Anforderungen des Gemeinschaftszentrums im Blick hat.

    Ein negativer Aspekt im Multiplayer-Modus: Ein Tag im Spiel geht relativ schnell um, deshalb ist die Zeit knapp und somit sehr wertvoll. Im Singleplayer-Modus wird bei (durchaus längeren) Cut-Scenes die Zeit angehalten – im Multiplayer-Modus jedoch nicht, weshalb Zwischensequenzen ordentlich In-Game-Zeit fressen. Das ist ein bisschen ärgerlich, aber vermutlich momentan die beste Lösung, deshalb kann ich darüber hinwegsehen.

    Danksagung

    Ohne meinen Freund Marcel aka NonComfort hätte ich Stardew Valley vielleicht gar nicht lieben gelernt. Zwar hatte ich es irgendwann mal für ein paar Minuten angespielt, war aber aus irgendeinem Grund zunächst nicht sehr angetan davon. Er war es, der mich immer wieder darauf hinwies, wie viel dieses Spiel zu bieten hat und der mich schließlich dazu animierte, dem Titel eine zweite Chance zu geben. Danke dafür! ❤️

    Marcel selbst sagt:

    Als Stardew Valley vor ziemlich genau 10 Jahren das Licht der Welt erblickte, ging ich davon aus, es sei einfach ein Abklatsch von Harvest Moon, welches ich in meiner Kindheit bereits auf dem Game Boy Color spielte. Nachdem ich aber die etlichen Reviews mitbekam, welche das Spiel in den Himmel lobten, dachte ich mir, ich müsse es für den schmalen Taler doch mal selbst ausprobieren. Das war eine sehr gute Idee, kann ich heute sagen, denn es übte vom ersten Tag an eine Faszination auf mich aus, wie es kein anderes Videospiel bis heute zu tun vermochte. Mein lieber Freund Christian lies sich kurz danach auch davon überzeugen und seine Partnerin Hanna nahm uns bei gemeinsamen Treffen ab diesem Zeitpunkt nur noch als die Bauern wahr, die wir geworden waren. Unsere Gespräche drehten sich ausnahmslos um vergrößerte Ställe für unsere Tiere, potentielle Ehepartner*innen im Sternentautal, die besten Ressourcen, die sich aus der Mine gewinnen ließen und um den Ertrag unserer Feldfrüchte. Die stetige sprichwörtliche Karotte vor der Nase, etliche ineinander greifende Gameplay-Mechaniken, die konstante Verbesserung und Erweiterung der eigenen Farm und vor allem die Möglichkeit, das alles straffrei im eigenen Tempo erleben und genießen zu können, machen Stardew Valley zum gleichzeitig motivierendsten und gemütlichsten Spielerlebnis, das ich kenne.

    Was noch kommt

    Obwohl Barone mehrfach angekündigt hat, dass keine weiteren Updates für Stardew Valley mehr kommen würden und er sich hauptsächlich seinem neuen Titel Haunted Chocolatier widmen wolle, veröffentlichte er doch immer wieder neue Inhalte und Verbesserungen für sein Herzensprojekt.

    Ich als großer Fan möchte mich darüber nicht beklagen und bin sowohl auf weitere Updates als auch sein neues Spiel sehr gespannt, das aber aktuell leider noch kein offizielles Veröffentlichungsdatum hat.

    Fazit

    Stardew Valley ist für mich in jeglicher Hinsicht ein Meisterwerk. Kein anderes Spiel hat mich so sehr in seinen Bann gezogen und auf so vielen Ebenen begeistert – es hebt sich meiner Meinung nach qualitativ deutlich und in sämtlichen Punkten von aller Konkurrenz ab und und ist ohne Zweifel einzigartig.

    Während der mittlerweile weit über 200 Spielstunden ist mir persönlich nicht ein einziges Mal langweilig geworden – Stardew Valley beinhaltet unzählige Aufgaben, Rätsel, Geschichten und Überraschungen.

    Ein absolutes Muss für alle, die Cozy Games und Pixel-Art-Optik mögen. Und vielleicht auch für alle anderen.

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  • Playlist von Dominik Holzer: »Sommer, See & Sonnenuntergang«

    Du findest diese Playlist auf Spotify.

    Diese Songs würde ich hören wollen, wenn ich an einem warmen Sommerabend mit guten Menschen und ein paar Spaßgetränken am Badesee meines Vertrauens säße (was leider viel zu selten vorkommt):

    1. Beatsteaks – Summer
    2. Acid Ghost – Sandy Kim
    3. Point North – Hammer
    4. Arches – hitch a ride
    5. Traumatin und Ronnie Rapid – Helium
    6. KORD – Zigarette & Benzinkanister
    7. 347aidan – MEMORIES!
    8. Taking Back Sunday – Cute Without E (Cut From The Team)
    9. NO°RD – Wir
    10. Kasi und antonius – fensterbank
    11. Jimmy Eat World – Sweetness
    12. RAUM27 – Sommerregen
    13. Turbobart – Hometown
    14. Casper – Ganz schön okay (feat. Kraftklub)
    15. Movements – Colorblind
    16. makko und miksu / Macloud – LICHTER AUS
    17. Drangsal – Arche Gruber
    18. EgoTherapie – Saint Barfolomeow
    19. Dexter and The Moonrocks – Freakin‘ out

    (Updates folgen)

    Hier findest du eine Übersicht all meiner Playlists.

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  • Dunkler Ritter von Fisher-Price

    Es kommt vor, dass Dinge einfach verschwinden – sie scheinen dann wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Vielleicht suchen wir noch eine Weile nach ihnen, vielleicht fällt uns aber auch erst nach einiger Zeit überhaupt auf, dass sie fehlen. Dann geraten sie in Vergessenheit und das Leben geht einfach ohne sie weiter. Irgendwann kommen sie uns dann aber plötzlich doch wieder in den Sinn und wir fragen uns, wo dies oder jenes wohl heute sein mag und ob es überhaupt noch existiert.

    Und ganz selten kommt es sogar vor, dass die eine oder andere Sache am Ende doch noch ihren Weg zurück zu uns findet.

    Ende der 90er-Jahre bin ich mit meinen Eltern in eine Wohnung gezogen, zu der ein großer, verwinkelter und zu Abenteuern einladender Garten gehörte. Für mich war dieser Garten eine Art Paradies, denn ich durfte darin weitestgehend machen, was ich wollte – und das war eine ganze Menge, denn bis dahin hatten wir in einer Wohnung ohne Garten gewohnt und die sich nun bietenden Möglichkeiten schienen endlos.

    Auch meine Spielzeugfiguren fanden darin nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch ihre Abenteuer und Schicksale – der Gartenteich ein tosendes Meer, der Sandhaufen vor der Garage eine gnadenlose Wüste, der unbeschnittene Busch ein geheimnisvoller Wald. So erschuf ich für die unterschiedlichsten Spielzeuge eine riesige, gemeinsame Welt, in die ich mich stundenlang zurückziehen konnte.

    Natürlich vergaß ich ständig, mein Spielzeug am Abend wieder mit ins Haus zu nehmen. So waren Son-Goku, Trunks und Vegeta, die Gogos, die Power Rangers, die Ninja Turtles, diverse Playmobil-Figuren und das Heer aus Fisher-Price Rittern sämtlichen Witterungsverhältnissen und Jahreszeiten ausgesetzt und wurden zum Teil vom Rasenmäher zerfetzt, im Teich versenkt, zertreten, vom Hund zerkaut und wer weiß, was noch. Dass der Gedanke daran meinem Mitte-Dreißig-Ich mal so wehtun würde, hätte ich damals auch nicht gedacht.

    Wie es nun mal so ist – irgendwann wurde ich älter und meine Interessen änderten sich. Mit der Zeit verschwanden die Spielfiguren aus dem Garten und schließlich auch aus meinem Zimmer. Ein paar davon rettete meine Mutter glücklicherweise vor dem Flohmarkt oder der Tonne, viele habe ich jedoch nie wiedergesehen.

    Neulich wurde der Komposter im Garten meines Elternhauses entfernt, die Steinmauern abgebaut und die Erde abgetragen.

    Und dabei kam er zum Vorschein: ein einzelner, tapferer Fisher-Price Ritter, etwas lädiert, doch insgesamt wohlauf – der Letzte seiner Schar. Selbst seine Armgelenke funktionieren noch. Weit über zwanzig Jahre hat er in den Tiefen des Komposters verbracht und wer weiß, was er dort alles durchstehen und welchen scheußlichen Bestien er sich entgegenstellen musste.

    Ich freue mich sehr darüber, einen so nostalgischen Schatz wieder in den Händen halten zu dürfen. Dieser tapfere, kleine Ritter hat deshalb einen Ehrenplatz in meiner Vitrine bekommen und darf nun seinen wohlverdienten Ruhestand genießen – an der Seite von Yoshi und Prinzessin Leia.

    Dass eine Spielzeugfigur so lange im Garten vergraben sein kann, ohne dabei erwähnenswerten Schaden zu nehmen, finde ich schon ganz schön verrückt – dass sie beim Verladen einer solchen Menge Erde nicht einfach übersehen wird, sogar noch ein bisschen verrückter.

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