• kitschundkummer (Collage) von Dominik Holzer

    Ende 2023 habe ich damit angefangen, Kram auf dem Tablet zu illustrieren und meine ersten Farben und Formen unter dem Pseudonym kitschundkummer bei Instagram zu veröffentlichen – zusammen mit ein paar vorsichtigen Gehversuchen in Sachen Kurzprosa. Nach etwa einem Jahr habe ich das Projekt dann aber aus persönlichen Gründen aufgegeben.

    In diesem Jahr habe ich viel über’s Illustrieren und den Umgang mit Procreate gelernt. Als kleines Andenken an diese schöne Zeit, habe ich einen Teil der damals entstandenen Motive hier als Collage zusammengestellt.

    Zu meinen Lieblingsmotiven gehört auf jeden Fall der gefährliche Velocinaptor. 😴

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  • Sonnenuntergang, Sommer, Natur, Blauer Himmel

    Ob auf der Freibadwiese oder am Strand, auf dem Balkon oder in der Wohnung bei heruntergelassenen Jalousien – hier meine wärmsten Empfehlungen für deinen nächsten Sommerschmöker.

    📖 Christian Huber – Man vergisst nicht, wie man schwimmt

    Christian Huber – Man vergisst nicht, wie man schwimmt

    31. August 1999. Sengende Hitze liegt über Bodenstein, dem Heimatkaff des 15-jährigen Pascal. Es sind die großen Ferien, und eigentlich könnte der Junge den Sommer genießen. Den Skatepark. Die Partys der Oberstufler. Das Freibad mit den besten Pommes des Planeten. Doch seit er nicht mehr schwimmen kann, mag Pascal den Sommer nicht mehr. Warum das so ist, das kann er nicht erzählen. Ebenso wenig, wieso ihn alle Krüger nennen. Und erst recht nicht, warum er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Lieber träumt er vor sich hin und schreibt Geschichten. Dann kracht Jacky in seine Welt. Ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus. Mit roten Haaren, wasserblauen Augen und keiner Angst vor nichts. Zusammen verbringen sie einen flirrenden, letzten Sommertag, der alles für immer verändert …

    Ich habe wirklich jede Seite davon genossen. Christian Huber fängt mit diesem Buch nicht nur unglaublich feinfühlig das Gefühl von Sommer, Jugend und junger Liebe ein – auch Sehnsucht, Selbstzweifel und Abenteuerlust finden sich überall in und zwischen den Zeilen wieder. Eine der schönsten Sommerlektüren, die ich je gelesen habe.

    📖 Ewald Arenz – Alte Sorten

    Ewald Arenz – Alte Sorten

    Sally und Liss: zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sally, kurz vor dem Abitur, will einfach in Ruhe gelassen werden. Sie hasst so ziemlich alles: Angebote, Vorschriften, Regeln, Erwachsene. Fragen hasst sie am meisten, vor allem die nach ihrem Aussehen.

    Liss ist eine starke, verschlossene Frau, die die Arbeit, die auf dem Hof anfällt, problemlos zu meistern scheint. Schon beim ersten Gespräch der beiden stellt Sally fest, dass Liss anders ist als andere Erwachsene. Kein heimliches Mustern, kein voreiliges Urteilen, keine miss­trau­ischen Fragen. Liss bietet ihr an, auf dem Hof zu übernachten. Aus einer Nacht werden Wochen. Für Sally ist die ältere Frau ein Rätsel. Was ist das für Eine, die nie über sich spricht, die das Haus, in dem die frühere Anwesenheit anderer noch deutlich zu spüren ist, allein bewohnt? Während sie gemeinsam Bäume auszeichnen, Kartoffeln ernten und Liss die alten Birnensorten in ihrem Obstgarten beschreibt, deren Geschmack Sally so liebt, kommen sich die beiden Frauen näher. Und erfahren nach und nach von den Verletzungen, die ihnen zugefügt wurden.

    Ewald Arenz hat mir mit diesem Buch wundervolle Bilder in den Kopf gemalt. Eine leise Geschichte mit unerwartetem Tiefgang und bemerkenswerter Lebendigkeit. War offen gestanden ein „Oh, was für ein schönes Cover!“-Kauf und bin dann vom Inhalt sehr überrascht worden.

    Hinweis: Die Geschichte tut an einigen Stellen sehr weh – ich empfehle, sie nur dann lesen, wenn man mit emotional anspruchsvollen und belastenden Themen umgehen kann.

    Und wer es ein bisschen spannender mag:

    📖 Lucinda Riley – Die Toten von Fleat House

    Lucinda Riley – Die Toten von Fleat House

    Für Rektor Jones des altehrwürdigen Internats St Stephen’s im idyllischen Norfolk wird ein Alptraum wahr, als einer seiner Schüler unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt: Der 18-jährige Charlie Cavendish, Sohn aus vermögendem Hause und bekannt für seine rebellische Art, wird tot in seinem Zimmer aufgefunden. Vergeblich versucht Jones, das Ereignis als Unfall abzutun, und Detective Inspector Jazz Hunter, die aus persönlichen Gründen gerade ihre Karriere bei der Londoner Polizei aufgegeben hat, lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen. Als wenig später ein Lehrer Selbstmord begeht und ein Schüler verschwindet, beginnt Jazz zu ahnen, dass sie eine Reise in die Vergangenheit antreten muss, um die Wahrheit über Charlies Tod zu enthüllen …

    Lucinda Riley , die leider im Jahr 2021 verstorben ist, hat mit diesem Buch ihren einzigen Kriminalroman geschrieben, ist dafür aber in die Vollen gegangen – ich habe alles darin gefunden, was für mich einen guten englischen Krimi ausmacht: eine gebrochene Protagonistin, rätselhafte Morde, unerwartete Verstrickungen und eine wirklich gelungene düster-britische Atmosphäre.

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  • Manchmal ist etwas fertig und dann merke ich, dass mir gar nicht gefällt, was da fertig geworden ist. Und mit manchmal meine ich oft. Wer mich kennt, weiß, dass ich allgemein ein eher unbeständiger Typ bin – ich fürchte, mein Blog unterstreicht das ganz gut.

    Wie dem auch sei, sagt Hallo zu Design 4.1! 👋

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  • Gabel, Teller, Lichtschwert

    Möge die Macht mit euch sein!

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  • Artwork zur Kurzgeschichte: »Ich sehe was, was du nicht siehst«

    Mehmets Pizzeria wird bald schließen, die Stühle sind bereits hochgestellt. Der Himmel leuchtet in warmen Rottönen, während die Hitze des Tages langsam nachlässt. Draußen wartet ein letzter Kunde ungeduldig auf seine Bestellung – der heute zum ersten Mal allein da ist.

    Eine kurze Geschichte, die von Verbundenheit und der Intensität jener Tage erzählt, die mehr hinterlassen als bloße Erinnerungen.

    ⬇️ Download PDF (0,9 MB)

    oder direkt hier lesen:

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  • Dominik Holzer als Kind auf einem Tisch sitzend

    Ich habe immer schon zu viel von mir erwartet – so viel, dass meistens früher oder später gar nichts mehr ging. Mir passiert das noch immer ziemlich oft, doch ich arbeite an mir und möchte begreifen, was da eigentlich in meinem Kopf passiert.

    In meiner Notiz-App wimmelt es von Ideen für diverse Projekt-Konzepte, Musikalben, Romane/Kurzgeschichten, Essays, Gesellschaftsspiele, Videos und allerlei anderen Kram. Die meisten dieser Ideen sind Entwürfe und es fehlen sehr viele Bausteine, wollte man irgendetwas davon Wirklichkeit werden lassen. Es kommt oft vor, dass mir eine solcher Ideen kommt und ich dann in eine Art Tunnelblick gerate, in dem ich völlig berauscht davon bin. Irgendwann wird die Idee mir dann zu groß, zu kompliziert. Es gibt zu viele Probleme, offene Fragen, Widersprüche und Zweifel. Ist der Rausch vorbei, landet die Idee in der Regel in einem Ordner, der »Zurückgestellt« heißt – und eigentlich eine Art Friedhof ist.

    »Denk doch mal klein und mach nur das, was gerade möglich ist«, sagte mein guter Freund Daniel mal zu mir, als ich ihm davon erzählte, wie sehr mich meine Zweifel, ob ich dieses und jenes Projekt überhaupt umsetzen könne, zermürben. »Selbst wenn dann nur ganz wenig dabei rumkommt, ist das immer noch mehr, als hättest du gar nichts gemacht.« Damit hatte er absolut recht und das war ein wirklich guter Ratschlag. Geholfen hat er aber nicht – weil ich mein eigentliches Problem überhaupt nicht erkannte und es somit auch anderen gegenüber gar nicht kommunizieren konnte.

    Mir fehlten in den meisten Fällen weder Zeit noch Ideen für Details, auch wenn ich es gerne so darstellte. Mein Problem war, dass ich viele Fragen, die sich bei einer Projektentwicklung (welcher Art auch immer) nun mal stellen, nicht beantworten konnte. Versuchte ich es doch, ploppten an anderer Stelle zwei neue solcher Fragen auf. Nichts schien zu passen, überall tauchten kleine Abers und Wenns auf – die Rechnung wollte einfach nicht aufgehen. Ich verstand das nicht, ich verstand mich nicht, ich wollte doch nur etwas absolut Perfektes erschaffen, etwas, das in meinem Kopf wundervoll war und nun erschlugen mich hunderte Fragen, deren Antworten sich gegenseitig widersprachen. Überforderung, Enttäuschung und Wut überwältigten mich. Und statt einfach anzufangen, ließ ich zu, dass Zweifel und Ängste mich mehr und mehr zerfraßen.

    Wie viele Menschen verbringe ich zu viel Zeit auf Social Media. Manchmal scrolle und scrolle ich, in der Hoffnung, dass mich irgendetwas beflügelt, inspiriert oder motiviert. Doch in den meisten Fällen lege ich mein Smartphone irgendwann völlig erschöpft aus der Hand und wünschte mir, ich hätte die Zeit sinnvoller genutzt. Das ist aber nicht immer so – vor einiger Zeit tauchte auf meinem Bildschirm ein junger Mann namens Sebastian Scales auf, der (frei übersetzt) in die Kamera sagte: »Ich habe nicht mehr die Kraft dazu, irgendwas anderes zu sein, als das, was ich bin. Scheiß drauf.« Dann lächelte er und das Video war vorbei. Ein paar Sekunden, beinahe beiläufig, doch es traf mich mit voller Wucht. In diesem Moment begriff ich so richtig, wie sehr ich schon immer versuchte, jemand zu sein, der ich gar nicht war – und vermutlich auch niemals sein würde. Und wie müde ich davon war. Ich erinnerte mich auch daran, dass jemand sowas in der Art schon mal zu mir gesagt hatte und dabei fiel mir auf, dass das damals gar nicht richtig bei mir angekommen war. Es gibt wohl doch richtige und falsche Zeitpunkte.

    Ein Teil von mir glaubt, ich – und was ich mache – müsse anderen Menschen gefallen. Er glaubt, nur dann wertvoll zu sein, wenn andere über mich sagen, dass ich etwas gut gemacht habe. Dieser Teil von mir will alles richtig machen, weil er Anerkennung im Außen sucht, die innen nicht vorhanden ist. Er lässt mich so oft zweifeln, hält mich zurück und will mich ja nichts machen oder sein lassen, was andere vielleicht nicht mögen oder gar verurteilen könnten. Dieser Teil ist der Ansicht, ich habe nur Liebe verdient, wenn andere gut über mich denken. Und er will auch auf keinen Fall, dass man das über mich weiß – wie schon Kummer in einem seiner Songs so treffend sagt: »Ich wollte immer unbedingt, dass alle denken, es wäre mir egal, was alle denken.« Dass wir alle nicht auf dieser Welt sind, um anderen zu gefallen, weiß dieser Teil nicht. Ein anderer Teil von mir weiß das aber zum Glück sehr wohl. Die beiden streiten oft und haben immer gestritten und mal war der eine stärker, aber sehr viel öfter der andere.

    Ich habe mich dazu entschieden, diesem Teil von mir fortan (wenn ich kann) mit Akzeptanz zu begegnen. Statt ihn zu verurteilen, möchte ich herausfinden, wie er entstanden ist und was ich machen kann, um ihm die Sicherheit zu geben, die er braucht, damit er und ich Frieden finden können. Ich möchte Sachen machen, die mir selbst gefallen, die ich mir ganz persönlich in der Landschaft der Popkultur wünsche und mit denen ich mich selbst wirklich identifizieren kann. Ich weiß, dass das ein Prozess ist, ein langer Weg, der mal holprig und mal weniger holprig sein wird, doch ich mag den Gedanken, dass dieser sabotierende, ängstliche Teil und ich vielleicht irgendwann Freunde werden und er dann gar nicht mehr so sabotierend und ängstlich sein muss. Ich habe angefangen, zu hinterfragen, wieso ich Dinge tue und ob ich sie wirklich für mich tue.

    Ich beginne, unperfekte Dinge zu mögen – mich selbst eingeschlossen.

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