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  • Gesellschaftsspiel Horrified: Dungeons and Dragons

    Neulich haben ein paar gute Leute und ich eine Runde Horrified: Dungeons and Dragons von Ravensburger gespielt, ein kooperatives Gesellschaftsspiel, bei dem sowohl Würfelglück als auch eine gelungene Kommunikation entscheidend sind.

    In einem klassischen Szenario müssen die gespielten Charaktere Bewohnende einer mittelalterlichen Fantasy-Welt in Sicherheit bringen und sich ein paar fiesen Monstern stellen. Zwar wird hierbei keine herzergreifende Geschichte erzählt, dafür aber eine überraschende Spieltiefe geboten, denn jedes Monster bringt seine ganz eigenen Spielmechaniken mit, um besiegt zu werden. Durch die Auswahl verschiedener Monster pro Partie hat Horrified: Dungeons and Dragons außerdem einen hohen Wiederspielwert.

    Laut Hersteller ist das Spiel für Menschen im Alter von 10 bis 99 Jahren geeignet, sowohl allein als auch mit bis zu 5 Personen spielbar und in ca. 45 bis 60 Minuten durchgespielt. Trotz eifriger Vorbereitung einer unserer Spieler, haben wir mit fünf Personen dennoch (inkl. Aufbau, Erlernen des Regelwerks usw.) knapp zwei Stunden für eine Partie benötigt.

    Wie der Titel bereits verrät, lehnt sich das Spiel an Dungeons and Dragons an – im Vordergrund stehen ein zwanzigseitiger Würfel, Charaktere mit verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten und natürlich das Treffen diverser Entscheidungen. Dennoch fokussieren sich die abgespeckten D&D-Mechaniken in erster Linie auf den Kampf.

    Spieltisch: Horrified: Dungeons and Dragons
    Spieltisch: Horrified: Dungeons and Dragons

    Das Spiel ist wirklich schön gestaltet und das Spielmaterial wirkt hochwertig. Nicht so gut gefallen haben uns die eher unleserliche Schrift auf den Spielkarten und einige Unklarheiten im Regelwerk, die durch teilweise schwammige Formulieren verursacht wurden. Außerdem hat das Spiel zur Zeit einen doch recht stolzen Preis von etwa 45 €.

    Ansonsten hatten wir eine echt gute Zeit mit dem Spiel und haben uns bereits für eine zweite Runde verabredet. Wer Lust auf D&D-Mechaniken hat, aber lieber kurze und übersichtliche Partien spielt, die eher kampfbasiert sind, ist hiermit durchaus gut beraten.

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    Um direkt auf den Punkt zu kommen: Die Odyssee (2026) von Christopher Nolan gehört ohne Zweifel zu den intensivsten und beeindruckendsten Kinoerlebnissen, die ich jemals hatte.

    250 Millionen Dollar Budget, vollständiger Einsatz von IMAX-Kameras, eine absolut hochkarätige Besetzung – wir werden es niemals erfahren, aber ich glaube, Homer wäre mit dieser Interpretation einverstanden gewesen.

    Ich kenne die kritischen Stimmen bzgl. der Besetzung und weiß auch, aus welcher Ecke sie hauptsächlich kommen. Ich kann nichts davon unterschreiben und hatte definitiv eine richtig gute Zeit in meinem Kinositz.

    Numerische Bewertungssysteme finde ich eigentlich nicht so cool, aber in diesem Fall habe ich zufälligerweise 172 von 172 Minuten sehr genossen.

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  • Stardew Valley Farm von Dominik Holzer

    Ob es darum geht, eine Insel mit knuddeligen Charakteren zu kultivieren, die Tochter des Hasses zu bekämpfen oder den perfekten Bremspunkt auf einer kurvigen Rennstrecke zu treffen – man kann mich für die unterschiedlichsten Videospiel-Genres begeistern. Dabei habe ich über die Jahre vor allem eine große Liebe für Singleplayer-Spiele entwickelt.

    Zu meinen All-Time-Lieblingstiteln gehören u. a. The Witcher 3, Animal Crossing, Stronghold, The Elder Scrolls V: Skyrim, Octopath Traveler, Pokémon (1. und 2. Generation), Monster Hunter: World (und Wilds) und Luigi’s Mansion 3 – aber allen voran: Stardew Valley.

    Ein Spiel wie kein anderes

    Eric Barone aka ConcernedApe, der Stardew Valley nahezu im Alleingang entwickelt hat, hatte die Vision, ein besseres Harvest Moon zu erschaffen. Ich behaupte, dass ihm das gelungen ist – mittlerweile sind weltweit über 41 Millionen Kopien verkauft worden (Stand Januar 2025) und das völlig zu Recht.

    Das Spiel handelt davon, dass der eigens erstellte Charakter den alten (und sehr heruntergekommenen) Hof seines Großvaters erbt und daraufhin ein neues Leben als Landwirt beginnt. Dabei muss er sich nicht nur um seine Felder und Tiere kümmern – nach und nach lernt er das nahegelegene Dorf, die Bewohnenden und ihre Traditionen kennen, erkundet tiefe Höhlen, entdeckt neue Gebiete und lüftet eine Menge Geheimnisse. Mit der Zeit geht er Freundschaften und sogar Beziehungen ein, verbessert seine landwirtschaftlichen Fähigkeiten, Gerätschaften und Möglichkeiten und wird zu einem wichtigen Teil des Sternentautals.

    Charmante Pixel-Grafik

    Zu Weihnachten 1996 habe ich von meiner Familie meinen langersehnten Game Boy bekommen, zusammen mit dem Spiel Asterix. Was ich damals nicht geahnt habe: wie sehr sich die grafischen Möglichkeiten von Videospielen in den nächsten 30 Jahren weiterentwickeln – und wie sehr mich Spiele ansprechen würden, deren Optik noch immer SNES-Spielen aus den 90er-Jahren entsprechen.

    Barone hat Stardew Valley eine wunderbolle 16-Bit-Pixel-Art-Optik verliehen, die nicht nur detailreich und liebevoll, sondern auch komplett von Hand gemacht ist. Die Mischung aus dieser Atmosphäre und modernen Spielmechaniken, macht das Spiel zu dem, was ist: eine liebevolle Verneigung vor früheren Farming-Simulationen – nur dass Stardew Valley dabei mit der Zeit gegangen ist und einfach alles besser macht.

    Wem in Sachen Optik noch immer etwas fehlen sollte, dem stehen außerdem (zumindest in der PC-Version) etliche Grafik-Mods zur Verfügung.

    Die Musik

    Auch der Soundtrack ist ein wichtiger Teil des Spielerlebnisses: Barone hat insgesamt 70 Lieder zu verschiedenen Stimmungen, Orten und Jahreszeiten komponiert und produziert, jedes davon im Stil nostalgischer 8-Bit-Titel – von keiner anderen Spielmusik hatte ich jemals so viele Ohrwürmer.

    Unter dem Namen Symphony of Seasons ging Barones Musik sogar mit einem 35-köpfigen Orchester auf Welttour. Eines der Konzerte habe ich selbst am 6. Februar 2026 in Düsseldorf miterleben dürfen – eine wundervolle Veranstaltung, an die ich mich noch lange gerne erinnern werde.

    Multiplayer

    Besonders erwähnenswert ist auch der Multiplayer-Modus, mit dem ich und meine Partnerin sehr viele Stunden auf unserem gemeinsamen Hof verbracht haben (siehe Titelbild). Gemeinsam Stardew Valley zu spielen, ist überraschend unkompliziert und sowohl im Split-Screen-Modus als auch mit mehreren Geräten möglich.

    Wir machen es uns meistens mit zwei Nintendo Switch-Konsolen im Handheld-Modus auf dem Sofa gemütlich und teilen unsere Aufgaben auf: ich kümmere mich hauptsächlich um die Felder und das Aussehen des Hofes, während sie in erster Linie die Tiere versorgt und die Anforderungen des Gemeinschaftszentrums im Blick hat.

    Ein negativer Aspekt im Multiplayer-Modus: Ein Tag im Spiel geht relativ schnell um, deshalb ist die Zeit knapp und somit sehr wertvoll. Im Singleplayer-Modus wird bei (durchaus längeren) Cut-Scenes die Zeit angehalten – im Multiplayer-Modus jedoch nicht, weshalb Zwischensequenzen ordentlich In-Game-Zeit fressen. Das ist ein bisschen ärgerlich, aber vermutlich momentan die beste Lösung, deshalb kann ich darüber hinwegsehen.

    Danksagung

    Ohne meinen Freund Marcel aka NonComfort hätte ich Stardew Valley vielleicht gar nicht lieben gelernt. Zwar hatte ich es irgendwann mal für ein paar Minuten angespielt, war aber aus irgendeinem Grund zunächst nicht sehr angetan davon. Er war es, der mich immer wieder darauf hinwies, wie viel dieses Spiel zu bieten hat und der mich schließlich dazu animierte, dem Titel eine zweite Chance zu geben. Danke dafür! ❤️

    Marcel selbst sagt:

    Als Stardew Valley vor ziemlich genau 10 Jahren das Licht der Welt erblickte, ging ich davon aus, es sei einfach ein Abklatsch von Harvest Moon, welches ich in meiner Kindheit bereits auf dem Game Boy Color spielte. Nachdem ich aber die etlichen Reviews mitbekam, welche das Spiel in den Himmel lobten, dachte ich mir, ich müsse es für den schmalen Taler doch mal selbst ausprobieren. Das war eine sehr gute Idee, kann ich heute sagen, denn es übte vom ersten Tag an eine Faszination auf mich aus, wie es kein anderes Videospiel bis heute zu tun vermochte. Mein lieber Freund Christian lies sich kurz danach auch davon überzeugen und seine Partnerin Hanna nahm uns bei gemeinsamen Treffen ab diesem Zeitpunkt nur noch als die Bauern wahr, die wir geworden waren. Unsere Gespräche drehten sich ausnahmslos um vergrößerte Ställe für unsere Tiere, potentielle Ehepartner*innen im Sternentautal, die besten Ressourcen, die sich aus der Mine gewinnen ließen und um den Ertrag unserer Feldfrüchte. Die stetige sprichwörtliche Karotte vor der Nase, etliche ineinander greifende Gameplay-Mechaniken, die konstante Verbesserung und Erweiterung der eigenen Farm und vor allem die Möglichkeit, das alles straffrei im eigenen Tempo erleben und genießen zu können, machen Stardew Valley zum gleichzeitig motivierendsten und gemütlichsten Spielerlebnis, das ich kenne.

    Was noch kommt

    Obwohl Barone mehrfach angekündigt hat, dass keine weiteren Updates für Stardew Valley mehr kommen würden und er sich hauptsächlich seinem neuen Titel Haunted Chocolatier widmen wolle, veröffentlichte er doch immer wieder neue Inhalte und Verbesserungen für sein Herzensprojekt.

    Ich als großer Fan möchte mich darüber nicht beklagen und bin sowohl auf weitere Updates als auch sein neues Spiel sehr gespannt, das aber aktuell leider noch kein offizielles Veröffentlichungsdatum hat.

    Fazit

    Stardew Valley ist für mich in jeglicher Hinsicht ein Meisterwerk. Kein anderes Spiel hat mich so sehr in seinen Bann gezogen und auf so vielen Ebenen begeistert – es hebt sich meiner Meinung nach qualitativ deutlich und in sämtlichen Punkten von aller Konkurrenz ab und und ist ohne Zweifel einzigartig.

    Während der mittlerweile weit über 200 Spielstunden ist mir persönlich nicht ein einziges Mal langweilig geworden – Stardew Valley beinhaltet unzählige Aufgaben, Rätsel, Geschichten und Überraschungen.

    Ein absolutes Muss für alle, die Cozy Games und Pixel-Art-Optik mögen. Und vielleicht auch für alle anderen.

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  • Sonnenuntergang, Sommer, Natur, Blauer Himmel

    Ob auf der Freibadwiese oder am Strand, auf dem Balkon oder in der Wohnung bei heruntergelassenen Jalousien – hier meine wärmsten Empfehlungen für deinen nächsten Sommerschmöker.

    📖 Christian Huber – Man vergisst nicht, wie man schwimmt

    Christian Huber – Man vergisst nicht, wie man schwimmt

    31. August 1999. Sengende Hitze liegt über Bodenstein, dem Heimatkaff des 15-jährigen Pascal. Es sind die großen Ferien, und eigentlich könnte der Junge den Sommer genießen. Den Skatepark. Die Partys der Oberstufler. Das Freibad mit den besten Pommes des Planeten. Doch seit er nicht mehr schwimmen kann, mag Pascal den Sommer nicht mehr. Warum das so ist, das kann er nicht erzählen. Ebenso wenig, wieso ihn alle Krüger nennen. Und erst recht nicht, warum er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Lieber träumt er vor sich hin und schreibt Geschichten. Dann kracht Jacky in seine Welt. Ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus. Mit roten Haaren, wasserblauen Augen und keiner Angst vor nichts. Zusammen verbringen sie einen flirrenden, letzten Sommertag, der alles für immer verändert …

    Ich habe wirklich jede Seite davon genossen. Christian Huber fängt mit diesem Buch nicht nur unglaublich feinfühlig das Gefühl von Sommer, Jugend und junger Liebe ein – auch Sehnsucht, Selbstzweifel und Abenteuerlust finden sich überall in und zwischen den Zeilen wieder. Eine der schönsten Sommerlektüren, die ich je gelesen habe.

    📖 Ewald Arenz – Alte Sorten

    Ewald Arenz – Alte Sorten

    Sally und Liss: zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sally, kurz vor dem Abitur, will einfach in Ruhe gelassen werden. Sie hasst so ziemlich alles: Angebote, Vorschriften, Regeln, Erwachsene. Fragen hasst sie am meisten, vor allem die nach ihrem Aussehen.

    Liss ist eine starke, verschlossene Frau, die die Arbeit, die auf dem Hof anfällt, problemlos zu meistern scheint. Schon beim ersten Gespräch der beiden stellt Sally fest, dass Liss anders ist als andere Erwachsene. Kein heimliches Mustern, kein voreiliges Urteilen, keine miss­trau­ischen Fragen. Liss bietet ihr an, auf dem Hof zu übernachten. Aus einer Nacht werden Wochen. Für Sally ist die ältere Frau ein Rätsel. Was ist das für Eine, die nie über sich spricht, die das Haus, in dem die frühere Anwesenheit anderer noch deutlich zu spüren ist, allein bewohnt? Während sie gemeinsam Bäume auszeichnen, Kartoffeln ernten und Liss die alten Birnensorten in ihrem Obstgarten beschreibt, deren Geschmack Sally so liebt, kommen sich die beiden Frauen näher. Und erfahren nach und nach von den Verletzungen, die ihnen zugefügt wurden.

    Ewald Arenz hat mir mit diesem Buch wundervolle Bilder in den Kopf gemalt. Eine leise Geschichte mit unerwartetem Tiefgang und bemerkenswerter Lebendigkeit. War offen gestanden ein „Oh, was für ein schönes Cover!“-Kauf und bin dann vom Inhalt sehr überrascht worden.

    Hinweis: Die Geschichte tut an einigen Stellen sehr weh – ich empfehle, sie nur dann lesen, wenn man mit emotional anspruchsvollen und belastenden Themen umgehen kann.

    Und wer es ein bisschen spannender mag:

    📖 Lucinda Riley – Die Toten von Fleat House

    Lucinda Riley – Die Toten von Fleat House

    Für Rektor Jones des altehrwürdigen Internats St Stephen’s im idyllischen Norfolk wird ein Alptraum wahr, als einer seiner Schüler unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt: Der 18-jährige Charlie Cavendish, Sohn aus vermögendem Hause und bekannt für seine rebellische Art, wird tot in seinem Zimmer aufgefunden. Vergeblich versucht Jones, das Ereignis als Unfall abzutun, und Detective Inspector Jazz Hunter, die aus persönlichen Gründen gerade ihre Karriere bei der Londoner Polizei aufgegeben hat, lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen. Als wenig später ein Lehrer Selbstmord begeht und ein Schüler verschwindet, beginnt Jazz zu ahnen, dass sie eine Reise in die Vergangenheit antreten muss, um die Wahrheit über Charlies Tod zu enthüllen …

    Lucinda Riley , die leider im Jahr 2021 verstorben ist, hat mit diesem Buch ihren einzigen Kriminalroman geschrieben, ist dafür aber in die Vollen gegangen – ich habe alles darin gefunden, was für mich einen guten englischen Krimi ausmacht: eine gebrochene Protagonistin, rätselhafte Morde, unerwartete Verstrickungen und eine wirklich gelungene düster-britische Atmosphäre.

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